Weiter hoch an der Westküste, zum Dinoeierstrand, wie wir ihn nennen (wg. d. großen Kiesel), waren hier schon letztes Mal, nebenan ist als Attraktion: eine Höhle, die mit dem Boot befahren wird, sie ist gefüllt mit Süsswasser (und nach längerem Regen geht nur eine kurze Runde, sonst wird man ca 45 Minuten mit einer Art Kanu hindurch gefahren. Wir sparens uns diesmal, gehen nur zum ziemlich verranzten Eingang. Dort steht auch eine Statue, die sehr naturalistisch(?) die maniotische Frau im Befreiungskampf würdigt, man mag ihr nicht begegnen, wenn man mal wieder falsch gegendert hat.

Am Strand stehen wir mit 12 Womos hintereinander, der war letztes Mal leer. Im Schatten von Tamarisken, leider aber auch beschallt von italienischer Neuhippiemusik, – ein Platz für eine Nacht. Anderntags weiter.


Der nächste Platz ist weit schöner, er liegt am Ende einer sehr steilen Abfahrt, zuvor oberhalb noch Besuch einer sehr guten Bäckerei, leckere Fettkringel und Kekse. Unten dann, vor der steil aufragenden Küste mit offenen Höhlen in der Wand, gibt es nur eine Taverne, die früh schliesst, und eine kleine Bucht für Boote und zum Schwimmen. Wir laufen lang auf einem Schotterweg durch Gebüsch, früher wohl kultiviert, es gibt viele alte Steinmauern, jetzt alles verwildert, nur einige Plastikwannen stehen auf den Klippen, wir vermuten zur Salzgewinnung. In den Höhlen oberhalb, in der Wand gibts viele Vögel zu hören, unsere App kann sie nicht klar identifizieren. Am Wegende kriechen wir durchs Gebüsch, auf der Suche nach der Verbindung zur nächsten Bucht, vergeblich. Auf dem Rückweg ereilt uns erst ein wunderbarer Sonnenuntergang, dann ein Platzregen. Die Taverne wie erwähnt nun geschlossen, gibt es leckeres Homemade, dann ein paar Partien Rummycub, begleitet von feiner Musik und gutem Pastis, – die französische Variante mögen wir lieber als den hiesige Ouzo.






Am nächsten Morgen vergeht der Vollmond genau da, wo gestern auch die Sonne versank. Jetzt noch schöner.




Wir baden unterhalb der Kneipe, in einer ganz kleinen Felsenbucht, das Meer klatscht beim Rausschwimmen etwas bedrohlich gegen die Felsen, draussen das offene Meer, dunkelblau und also schnell tief, ist auch unheimlich, im Kopf.
Und wieder fahren wir weiter, stoppen nochmal an der Bäckerei mit den leckeren Fettkringeln, von denen man Fettkringel bekommt, oder Stauungen am mittleren Ring.
Bald halten wir in Thalames an der letzten Ölmühle, die mit drei Steinen malt. Sie wird von einem deutschen Paar geführt. „Morea Öl“. Es gibt gutes Öl, manchmal mit Zugaben erpresst, Zitronen, Orangen, Knoblauch, Ingwer oder Basilikum. Sehr lecker. Sie kommen aus Ulm, hatten dort ne Kneipe, sie erzählt gern von ihrem Leben dort. Griechisch spricht sie nicht. Restauriert haben sie mit Albanern, die können sehr schnell Steine klopfen. Griechische Arbeiter wollen unangemeldet, also schwarz arbeiten. Darauf haben sie sich nicht eingelassen, weil es hoch bestraft wird. Auch wenn sie ihre Produkte verkaufen, gibt es immer einen Kassenzettel, auch da kommen Steuerkontrolleure und fordern empfindliche Strafen, auch für Kunden ohne Zettel. Der Behördenapparat arbeite sehr langsam, es gibt viele Auflagen, auch zum Denkmalschutz, bis hin zur Farbe der Blechtür. – Im Winter sei es hier doch recht kühl, es regne viel und stürmisch, dann arbeiten sie hier in langen Unterhosen.
Einen Onlineshop haben sie auch, bisher von Töchtern geführt.
Viele Deutsche haben sich hier Häuser gebaut, (die Mani ist beliebt) und hoffen vergeblich, vermieten zu können. Inzwischen haben sie hier mehr Freunde als daheim.
Soso.

Fettkringel-Fettkringel sind die besten Fettkringel!