Patrick Leigh Fermor war ein britischer Abenteurer und ReiseSchriftsteller. In den dreißiger Jahren lief (!) er durch Europa hierher. Sein Buch Mani ist ein Klassiker.




Er wurde und wird hochverehrt von vielen Kollegen, zB W. Büscher, und eben auch Bruce Chatwin. Letzterer hat seine „Traumpfade“ hier fertig geschrieben, Fermor war sein väterlicher Mentor. Und er hat später Chatwins Asche (B.C. starb früh an AIDS) an dessen Lieblingsplatz vergraben.
Wir haben diesen Platz besucht, eine kleine Kapelle mit schöner Sicht über die Bucht, a magic place indeed.
„Am 15. Februar 1989 sollte Fermor die Asche des 49jährigen dort beisetzen. Der Boden direkt neben der Kapelle erwies sich als zu steinig. „Der Boden war zu hart, um sie einzugraben“, berichtete Fermor. „Deshalb hoben wir unter einem Olivenbaum sehr dicht bei der Kirche mit dem Spaten ein Loch aus, schütteten Bruce‘ Asche hinein, gossen Retsina darüber und sprachen ein griechisches Gebet: ,Möge die Erde leicht auf ihm ruhen, und möge die Erinnerung an ihn ewig andauern.‚ Dann hielten wir ein Picknick, was ihm wahrscheinlich gut gefallen hätte.“

Die Kapelle ist oberhalb von Kardamili, vermutlich waren wir hier schon mal vor Jahren, die (geschlossene) Kneipe mit Blick in die Viros Schlucht kommt uns jedenfalls sehr bekannt vor. – Iwann schieben sich die Bilder der Erinnerung alle übereinander und ergeben ein schönes Kaleidoskop. –
Wir übernachten unten am Ortsrand, es gibt noch lecker Souvlaki und BVB am Laptop.
Anderntags laufen wir zunächst durch das alte Kardamili, also einige restaurierte Ruinen, und dann die Vikosschlucht rauf und runter. Sehr schön.






Danach noch ein Bummel durch das neue Kardamili voller modischer Shops und leerer Kneipen.
PS PLFermor besaß hier eine wohl traumschöne Villa, gilt als eines der schönsten Häuser auf der Peloponnes, kann man manchmal mieten für teuer Geld, gehört ansonsten einer Stiftung, hier sollen sich Autoren vom Genius Loci inspirieren lassen.
Sieht schon ganz schön menschenleer aus da