Nach dem Schlammbad mal was Solides. Methoni Camping liegt an einem weiten flachen Strand, getrennt durch ein schmales Sträßchen, was die Ortshelden nicht hindert, ihr Mopped zu beschleunigen. Und wie schon am Vortag kreist auch hier unablässig ein Motorflugzeug, geht vom Gas, beschleunigt, nervt, vermutlich Ausbildung, griech. Militär.

Der Campingplatz ist ziemlich leer, es stehen aber einige WohnwagenMumien herum, von Christo verpackt, vllt. eher Larven, im Frühjahr entfaltet sich dann der Eriba in seiner Pracht. Also Endzeitstimmung hier.

Abends Essen auf der Strandpromenade vorm Platz.
Das wichtigste hier in Methoni ist eine gut erhaltene alte Festung, von den Venezianern stattlich erbaut, von den Osmanen 1500 erobert. Restauriert von Franzosen. Wir schlendern abends drüber, leider aber bald Schließung.



Also kommen wir anderntags nochmal, klettern durch die Hintertür, einmal Ticket reicht. Man braucht ja Abenteuer.

Mitten auf dem weiten Festungsgelände eine kleine byzantinische Kapelle, ganz einfach, schlicht, der Wind pfeift durch. Uns geht es beiden so – der Ort „hat was“. Ich nenne es inzwischen das DelphiPhänomen: Ohne Erwartungen an einen Ort kommen, an dem man plötzlich berührt wird und berührt ist. Dann sitzt man da und spürt seinen Herzschlag, und staunt. Alle Erklärungen sind überflüssig und schnell peinlich. Egal, mitnehmen und wahrnehmen das! Als wahr nehmen. Wir zünden Kerzen an. Danke.



Die Festung liegt auf einer Halbinsel, an der Spitze nochmal vorgelagert ein Turm mit Kuppel steht über 500 Jahre so da, wie schön.





Wir finden ein paar Geocaches, die Frau lässt ihren Rucksack liegen, und auch der findet sich wieder, uff. Methoni war besonders, hat sich gelohnt (Müllersprech).



