Bundesbankbunker in Cochem

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Auf einer Radtour kommen wir durch Cochem. Zufällig lasen wir vorher von diesem Bunker und fuhren neugierig hin. Am Stadtrand hoch über dem Moseltal ein Spot mit Geschichte:

1962 war Kubakrise, kalter Krieg. Man fürchtete Schlimmes. Die Deutsche Mark war in Gefahr. So suchte man ein Grundstück zum Bau eines Bunkers. Westlich des Rheins, und im steilen Moseltal wäre eine Druckwelle drüber weg gegangen. Von einem Arzt kaufte man hier in Cochem ein großes Grundstück mit zwei Häusern, Garagen und Pool. offiziell entstand ein Erholungsheim für junge Bundesbankangestellte. Die kamen dann gern her über viele Jahre und machten Party und ahnten nicht, daß sie nur als Tarnung dienten für einen nebenbei unter den Garagen gebauten zweistöckigen Bunker. Darin gelagert 27 Milliarden DM.

Der halbe Bestand der in Umlauf befindlichen Scheine.

Und warum, wofür?

Die Nazis hatten um 1943 Großbritannien mit Falschgeld überschwemmt und damit eine Hyperinflation ausgelöst.

Nun befürchtete man, der Russe könnte selbiges tun. So drückte man DM Scheine, die etwas anders aussahen als die bisherigen, und im Krisenfall sollten diese als neue DM und im Austausch in Umlauf gebracht werden, innerhalb von zwei Wochen, zackzack. Es kam nicht dazu, die Scheine lagen viele Jahre im großen Tresor, übrigens gänzlich unbewacht, um keine Aufmerksamkeit zu erzeugen. Anfang der Neunziger wurde die Kohle vernichtet. Der Bunker vergammelte, erst vor ein paar Jahren wurde eine Art Museum draus.

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