
24.5.24
Am nächsten Morgen frühstücken wir im Wintergarten der Dorfbäckerei, die seit sechs Uhr geöffnet ist. Seit fünf sei sie schon da, erzählt die emsige Bedienung, sechs Tage die Woche. „Das Leben ist hart. Die, die Arbeit haben, schuften wie die Tiere. Die anderen haben Wünsche. Nicht am Wochenende, nicht am Abend, am liebsten nur von acht bis zwölf und nur an drei Tagen.“ Der Schinkenkäsetoast ist so trocken, dass man ihn in das mitgelieferte Ketchup tunken muss, damit er nicht im Hals stecken bleibt. Der grosse Braune entpuppt sich als Kaffeekonzentrat, das anschließend stundenlang durch die Adern braust.

Die ausliegende „kleine Zeitung“ weiss, dass heute das Dachsteinhaus eröffnet wird, das energieautark ist und mittels Ausstellungen über den Gletscherschwund informiert. In der Steiermark werde der Familiennachzug der Geflüchteten beklagt, ist auch zu lesen, es könne nicht angehen, dass plötzlich schulpflichtige Kinder ohne Deutschkenntnisse vor der Tür stehen. Die Asylobergrenze gehöre auch überdacht.
Es ist gut, weiter zu fahren.
Verabschiedet man sich hier gegen Bezahlung von Eigenheim-Träumen? Baugründe zu verkaufen, steht auf einem Schild am Hang.

Die deutsche Sprache kann sooo schön sein!