Drei – (Ein)Gipfel Wanderung in den schwarzen Bergen

Wir wollten früh losgehen. Die Wanderung würde fünf Stunden dauern und mit 1000 Metern rauf und wieder runter herausfordernd sein. 

Dann liegt es sich am Morgen so schön im Bett, die Sonne verdampft den Wiesentau, Kühe grasen friedlich um uns herum, es ist still, man hört nur die Kuhglocken, das Rupfen und Schnaufen der Kühe und einen Kuckuck.

Um 11:30 laufen wir dann doch los. Zwei Stunden geht es steil bergauf durch alten Buchenwald, der Boden federt unter den Füßen, Wurzeln bilden natürliche Stufen. Meine Beine zittern schon, die sinds nicht gewohnt, so lange zu steigen. Als der Wald endet, erstreckt sich vor uns ein sattgrünes Hochtal. Alles blüht, Schmetterlinge flattern umher. Weitere 300 Höhenmeter sind zu meistern. Entgegenkommende Wandersleute sprechen Mut zu. Es ist hart, aber es lohnt sich. Kein Ende in Sicht.  Windung um Windung und immer weiter hoch. Dann, nach einem Kraxelstück, sind wir oben auf dem Velushika, 1870 Meter hoch. Halleluja, entfährt es mir. Wir stehen an Felsen gelehnt, an einer Abrisskante, tief geht es hinab. Gegenüber türmt sich eine riesige Felswand auf, zum Greifen nah. Wir halten uns gut fest und schauen andächtig.

Dann erst mal was essen. Burek haben wir hinaufgeschleppt, fette gefüllte Blätterteigkringel. Vielleicht nicht die allerbeste Bergkost, aber lecker. Orangen gibt’s auch noch. Und Kekse. Langsam kommt die Kraft zurück. Der weitere Weg ist gut zu sehen.

Es würde noch mal ein ganzes Stück rauf gehen und dann auf einem Grad entlang. Wir entscheiden, es gut sein zu lassen. Das ist nicht leicht, fühlt sich unfertig an, aber es ist vernünftig. Also gehen wir den Weg zurück, den wir gekommen sind. Unten zittern alle Beine und wir sind richtig erschöpft, aber heil und zufrieden.

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  1. marlenedieberghutze

    Applaus Applaus! Das ist Hochkönig Training 😎 tolle Aussicht.

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