Die Idee dieser Reise war ja ursprünglich: Wir wollten der dunkelsten energieärmsten Zeit des Jahres, vor der Wintersonnwende, entkommen. Kein Vorweihnachtsgedöns, und statt dessen Sonnenlicht und Wärme tanken. Das ist uns gelungen, wir lagen oft am Strand, mit Genuss.
Wandern ging halt nur einmal, dann krank. Trotzdem haben wir viel gesehen von der Insel, auch heute morgen noch die Fahrt um die Südspitze war fein.
La Palma ist nicht lieblich, eher etwas sperrig. Viele Bananen Gewächshäuser, wo möglich ist die Landschaft zersiedelt, die Orte haben wenig Mitte, die Straßen sind gut, und steil, der Verkehr immer erträglich.
Die Strände sind wenige und nicht weit, baden geht nur bedingt bei teils hohen Wellen. Aber man liegt dort gut im warmen schwarzen Sand.
Die Hiesigen sind freundlich distanziert, man lässt uns in Ruhe.
Großartig war der Besuch im Vulkanmuseum, man begreift, wie die Insel mit ihrem Vulkanismus lebt.
Überwältigend die Fahrt hoch zum alten Kraterrand. Der Blick über den Wolken bis hin zum Teide bleibt unvergesslich.
Der Park in Los Llanos war besonders, und das Café im Zentrum auch.
Und da waren die vielen Fahrten über das neue Lavafeld hinweg, neue gute Straßen, kurvenreich, durch schwarze Schlacke. Über alte versenkte Dörfer, strange.
Und die Sterne, nachts, sogar tief überm Horizont, sieht man sonst nie.
Heute verabschiedete uns die Insel mit strahlenstem blauen Himmel, ein wunderbar klares Licht.
Und jetzt sitzen wir schon im ICE vom Flughafen Frankfurt zurück nach Nürnberg.
Entgegen unserer Befürchtung hatte der Check-out vom Flieger und auch das Baggage drop off ganz gut geklappt, so daß wir den letzten direkten Zug gut bekommen konnten, zudem hatte der auch ordentlich Verspätung.
„Coming Home for Christmas“ sang der gestern verstorbene Chris Rea, welch ein schöner melancholischer Ohrwurm.




Wir kommen heim und warten, daß die Seele nachkommt.