… heißt der Ort und die Sierra drumrum. Der Stellplatz hier ist Klasse: Graues und schwarzes Wasser weg. Frisches Wasser rein. Ein Klo gibt’s auch, ruhig isses und wir stehen gerade. Und das alles für lau. Großartig.
Das sind so die Kriterien für Standortqualität bei Wohnmobilisten. Etwas schlicht vielleicht? Dafür fragen wir nicht nach dem Aufzug, Pool, Zimmerservice und All-you-can-eat-Buffet.
Hier im Ort gibt’s ne Staumauer samt schmalem langem See dahinter. Gemäß unserer komootApp soll man da lang radeln können, geht aber nicht bzw rollt nicht, viel zu schmal. Also radeln wir außenrum, hoch oberhalb des Sees auf schöner Straße ohne Verkehr durch diese hügelige Landschaft, auf und ab, ein wenig Quälerei wird schnell belohnt mit feiner Abfahrt.

Zuletzt stehen wir hoch oberhalb des nächsten Stausees, kommen nicht runter, gesperrt zum Schutz seltener Tiere.

Eigentlich wollten wir unten noch ein wenig wandern, am Ufer entlang. So aber fühlen wir uns als exotische Tiere gut behütet vor unserem Übermut…Also den gleichen Weg zurück.
– Unterwegs erreicht uns die Meldung, im Vatikan sei weißer Rauch verbreitet worden. Bald zeigt sich: es wird wieder ein Katholik, alt, weiß, männlich, und auch noch amerikanisch. Nicht sehr originell, immerhin kein Hardliner –
die Tour war schön, unspektakulär, wir haben uns bewegt in schöner Landschaft. Und der Radlakku ist fast leer, die zusätzliche Abfahrt hätte uns nur in Not gebracht.
Später ins Ortszentrum, vorbei an alten WohnHöhlen. Heute gibt’s Döner, man möge uns verzeihen.

Am nächsten Morgen weiter nach Carmona, aber mit einem Zwischenstopp.

Zunächst schöne kurvige Fahrt auf schmaler Strecke entlang einem anderen Stausee, nach Las Navas de la Concepcion. Übrigens sind die künstlichen Seen hier alle gut gefüllt, das war in den letzten Jahren wohl oft anders.

Im Ort kaufen wir im empfohlenen kleinen Laden besondere Chorizo und Sherry.


Dann Wanderung zu einer Ermita (der Jungfrau von Bethlehem, na ja). feiner Weg erst am Fluss entlang, Pause ganz fromm.



Zurück dann durch Heckentunnels.

Vorbei an großen Schweineherden, ein paar gierige werden übern Zaun gefüttert – die schmatzen, sie fressen wie Schweine.


Weiterfahrt, wieder gute Strecke, und plötzlich (?) ist der Tank ziemlich leer. Wir finden eine Tanke mit echt günstigem Preis, ist aber eine Genossenschaft. – Und ein Genosse loggt uns ein, sehr freundlich. Uff.


Am Abend stehen wir vor dem nördlichen Stadttor von Carmona, mit weiter Sicht und Ruhe. Kurz noch mal in Städele geschlendert, und Schluss für heut.

