Der Vulkanausbruch von 2021 hat mit seiner bis zu 50 Meter dicken Lava einen ganzen Landstrich mit mehreren Siedlungen begraben. Wir überqueren täglich das Lava Feld auf Straßen, an denen noch gebaut wird. Meterhoch türmt sich das rauhe schwarze Gestein auf. Mittendrin ein Kreisverkehr mit einer als Gedenkplatz für die verschwundenen Orte gestalteten Mitte. Ein Teil des Ortes La Mancha, in dem wir wohnen, ist betroffen.


Erst 1949 gab es an fast derselben Stelle einen Ausbruch, in dessen Gestein ein naturwissenschaftliches Museum gebaut wurde, Centro de Interpretation Canos de Fuego. Dort steigen wir mit Helmen und Stirnlampen in die Erde hinab und laufen durch ein von fließender Lava gebildetes Höhlensystem.



Es gibt A’a Lava und Hoehoe (sprich: hoyhoy) Lava.
Das sind hawaianische Wörter.
A’a heißt soviel wie Aua bei uns. Die A’a Lava ist sehr scharfkantig. Da kann man sich leicht verletzen beim drüber laufen.
Die Hoehoe Lava sieht aus wie Kuhfladen oder wie kunstvoll aneinander gelegte Seile. Im Tunnel hängen kleine Stalaktiten von der Decke, entstanden durch tropfendes flüssiges Gestein.
So nah am Erdgeschehen waren wir nie. Oberirdisch weit und breit scheinbar totes Land. Aber hier und da wachsen wieder Büsche. 75 Jahre später.



Sehr cool! AA und AuAu