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Kao Sok Nationalpark – der See

Für den nächsten Tag haben wir eine Tour zum Chiau-Lan Stausee gebucht. 

Lieber würden wir den See auf eigene Faust erkunden, aber das geht nicht.

Eine Stunde dauert die Fahrt zum Staudamm im Minibus. Dort übergibt uns der Fahrer an die Kapitänin des Ausflugsbootes. Sie leitet ihre Gruppe mit klaren Kommandos: wait here, follow me, sit down..“
Es sind tausende Menschen unterwegs.
Es ist sehr heiß.
Ich finde es furchtbar, im Pulk unterwegs zu sein.

Um die Wartezeit zu überbrücken kann man Fische füttern. Zu diesem Zweck gibt’s an jeder Ecke Mais zu kaufen.

Das Longtailboot rast mit hohem Tempo auf dem See dahin. Den gibt es seit 1982. Er ist doppelt so groß wie der Chiemsee, bis zu 90 Meter tief. Etliche Dörfer wurden versenkt. Nun liefert er neben dem Strom, für dessen Gewinnung er angelegt wurde, auch ordentlich Tourismuseinnahmen. Er ist ein „must see“ des Landes.

Das Wasser leuchtet türkis, tote Baumstämme ragen heraus, im See und drum herum sind bizarre Felsformationen, Kalkstein, immer wieder sind die Felswände tropfsteingespickt.

Das Boot landet an, man soll eine Höhle besichtigen. Männlein/Weiblein-Laufen in stickiger Enge, nein danke. Jo und ich bleiben lieber draussen.

Dann folgt ein Dschungelspaziergang, Sumpfwanderung genannt. Der Wald ist toll. Wasser plätschert, riesige Bäume , Lianen. Wir lassen uns ein wenig zurückfallen.

Hier würde ich gerne länger herumstreifen, aber die Chefin bläst bereits wieder zum Aufbruch: „come in the boat! Ten minutes, than eat! Then you can swim!“
Mit der Aussicht, schwimmen zu dürfen, steige ich gern wieder ein.
Das Mittagslokal steht auf schwimmenden Fässern und hohlen Plastikklötzen. Alles schwankt. Man drängt sich um die Tische. Eilfertiges Personal auf nackten Füßen schafft in Windeseile bergeweise Essen herbei.
Zum Schwimmen müssen Schwimmwesten angezogen werden und man darf das eingezäunte Areal nicht verlassen.

Egal, wir genießen das Planschen und Schwimmen in diesem weichen, warmen, glasklaren Wasser, die beste Stunde des Tages.

Auf dem Rückweg werden alle Tagesgäste routiniert wieder in die Boote und dann in die Busse  verfrachtet. Im Nu ist man wieder zurück, und es dämmert schon, und man duscht und bricht schon wieder zum Abendessen auf.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. edehigh946a8614da

    Klingt nach ‘ner Art „Power- Tourismus“; wieder beeindruckende Fotos, die kegelförmigen Felsformationen im See sfinde ich beeindruckend! 🙂

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