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Pläne

An den Hängen der Westflanke der schönen Insel stehen flache Häuschen, wie hingestreut. Schmale Sand- oder Teerbänder verbinden sie mit den gewundenen Hauptstrassen. Wenn eine Kreuzung neu geteert wird, sitzt man fest. Man wartet, bis die Arbeiten abgeschlossen sind, oder man geht zu Fuß.

Wie lange wird das gesperrt sein? Frage ich einen der Strassenarbeiter. Der macht mit seiner Hand eine wellenförmige Bewegung und wiegt den Kopf hin und her. „Hasta la noche?“ antwortet er fragend. Aber vielleicht könne man in einer Stunde links abbiegen?

Extra früh sind wir aufgestanden für unseren Tagesausflug. Hilft nix. Wir drehen um, ändern den Plan und frühstücken erst mal.

Ein Plan war auch das Wandern. Gerade mal eine war möglich. Dann mussten wir uns wegen Jo’s heftiger Bronchitis von der Idee weiterer Wanderungen verabschieden.

Noch ein Plan: das Besucherzentrum der Caldera de Taburiente besuchen – das nördliche Wandergebiet im, auf und rund um den ältesten und höchsten Vulkan der Insel – und dann vom Mirador de la Cumbrecita aus in den Krater blicken.

Inselmodell im Besucherzentrum

Steil führt uns die Straße durch Kiefernwald bergauf. Bald sind wir im Wolkennebel. Mit etwas Glück könne man oben in den Krater schauen, sagte der Ranger. Oben ist es kühl und still, die Kiefern sind kunstvoll geformt, alles ist vom Nebel weichgezeichnet. „Reinige die Linsen der Kamera,“ verlangt mein Handy, aber davon geht der Nebel nicht weg. Man sieht 50 Meter weit. Trotzdem schön.

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