heißt der gebirgige Teil des zentralspanischen ost-west Höhenzugs, von Norden kommend langsam ansteigend, nach Süden dann nach dem Hauptkamm jäh steil abfallend.
Wir wollten hier eigentlich ein paar Tage bleiben, Wandern und Radfahren. Bei gutem Wetter wäre das hier wunderbar, hamwe aber nich. Es hat die ganze Nacht geschüttet, lauter Regen. So fahren wir mittags nur zum Kucken hoch zu einem großen Parkplatz, zahlen 5 Euro für die Zufahrt, um oben dann im nebligen Nass zu stehen


und unsere grundsätzlichen Ziele zu überdenken, die Reise betreffend (!).

Weil die WetterAussichten bis auf Weiteres für das gesamte spanische Inland eher mies sind, beschließen wir, erst direkt in den Süden zu fahren, auf Cordoba zu, soll ja schön sein, sagt Charlotte. Und hier kommen wir nochmal hin, wenn’s warm und trocken ist, jawoll.
Erstmal wieder runter, ein Stück zurück, und dann weiter östlich im dicksten Nebel über einen Pass (Puerte del Pico) und eben steil abwärts.


Pause in Talavera de la Reine. Hier wurde mal viel berühmte Keramik produziert. Auf der Plaza de la Pane findet heute ein Bierfest statt, das fehlte gerade noch – fluchtartig geht’s weiter…




Auf der Suche nach einem guten ruhigen Stellplatz fahren wir auf kleinen Straßen Richtung Süden. Rechts senkt sich langsam die Sonne, ihr flaches rotes Licht lässt die Felder leuchten, über diesen spannt sie einen kraftvollen Regenbogen.

Wir nutzen gern eine App namens park4night. Damit teilt die große Gemeinschaft (?) der Womo Fahrer ihre Entdeckungen „guter Plätze“. Nun peilen wir einen an, der sehr ruhig sein soll, ideal zum Sterne kucken, schreibt der Entdecker… die Straße wird zum Sträßchen, die Ortsdurchfahrt saueng, danach wird’s eine lehmige Piste, und die wird immer schmaler und vor allem weicher, wir schlingern dahin. Am Ziel ist die Sicht gut, fast toskanisch rund sind die Hügel, aber die Perspektive ist schlecht, denn morgen soll’s regnen, dann ist die Piste Matsch und wir fahren uns fest.
Also umkehren, mit Mühe, und zu einem anderen p4n Platz, ein paar Kilometer weiter, an einem Ortsrand, direkt oberhalb des Friedhofs.
Auch keine feine Perspektive, da kommt man schließlich selbst bei gutem Wetter nicht mehr raus.
Aber wir stehen ja zum Glück nur nebenan.
Nach einer guten Nacht mit ruhigen Nachbarn erwachen wir zu einem besseren Tag.
Santa Ana de Pusa
Eine Übernachtung am Friedhof
Aus Zypressen fliegen Spatzen auf
Wilder Fenchel im Gras
Ein Spaziergang zum Kramladen
von Mutter und Sohn
Sehr trockenes Brot
Vorhänge, blumenbestickte Kissenbezüge,
fleischfarbene Miederwaren
auf Tischen in der Sonne
Ein Rosenbeet am Straßenrand
vielfarbig duftend
Ein Frühstück mit Schwarzwälder Schinken am Picknickplatz der Sportanlage
Väter spielen Fußball mit Söhnen
Mist, hoffentlich gefällts euch in Cordoba, was mach ich, wenn nicht….?
Schön zu lesen dass ihr die Widrigkeiten mit Humor nehmt 🤗
Schöne Fotos! Cordoba wird bestimmt gaaanz gut! Eines meiner Traumziele, war selbst nie da:. Ca. 700 Jahre friedliches Zusammenleben zw. Christen, Juden u. Muslims, heißt es; ob davon noch was sichtbar ist?! 🙂👍