Staunen in Niaux

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Von Montsegur mit Wassertanken an inter-mittierender Quelle (zur Zeit im Dauerbetrieb) und Gastanken bei Inter-marche zur Höhle von Niaux hinauf. Wir hatten uns vor Tagen Eintrittskarten reserviert.

Beim Warten entdeckt die Frau ein Wildbienennest am Fels, ein Kunstwerk.

Englisch geführte Tour in die Höhle, mit junger durchaus strenger Frau. Die führt uns zielstrebig durch mehrere breite Höhlenhallen, durchaus groß.

Wir haben alle kleine Akku-Lampenklötze bekommen.

Fotografieren ist verboten.

Die ersten Zeichen sind Namen und Jahreszahlen teilweise von 1624 oder 1847, von frühen Besuchern der Höhle (die sich um die ganz alten Zeichnungen nicht kümmerten) Nach ca 800 m des Weges, teils über Stufen, teils auf sehr altem sandig lehmigen und rutschigen Boden, kommen wir zu ersten alten (15000 J.) Felszeichnungen, nämlich roten und schwarzen Strichen, Punkten, und Ps.

Eigentlich unspektakulär, bieten sie aber viele Möglichkeiten zur Deutung und Interpretation. Hmm.

Die Führerin ist begeistert.

Es geht weiter bis zum Salon Noir.

Alle machen ihre Lichter aus.

Dann beleuchtet sie mit spezieller Lampe eine Wand, und wir sehen Büffel, lächelnde Pferde (mit schön geschwungenen Rücken, wie bei Franz Marc) in schwarzer Farbe.

Teilweise wird die Felsstruktur genützt zur Formgebung.

Kostbarkeiten. Sehr schön.

Ehrfurcht und Beschützerimpulse.

Mehrere Tableaus mit Zeichnungen.

Man diskutiert die Bedeutung von roten Pfeilen auf den Leibern der Tiere, hmm.

Am Schluss dann beleuchtet sie die Decke des Raumes. Wow.

Sehr hoch, einer Kuppel ähnlich, und mit besonderer natürlicher Felsfärbung, viele schöne Formen, abstrakt, grandios, magische Schönheit. Dazu eine besondere Akustik. Man kann sich vorstellen, das hier schon frühe Menschen bezaubert wurden, im Schein dürftiger Fackeln allzumal.

Nach zwei Stunden kommen wir wieder raus ans helle Licht, leicht verstört und durchaus erschöpft. Wir sind froh, die enge Zufahrt ohne Gegenverkehr zu meistern. In Tarascon kurzes einkaufen. Dann durch schönes Tal nach Vicdessus oder so ähnlich. Hier Erholung, Regenguss, Aperol, Frisbee und Hamburger.

Ein voller Tag wieder.