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… Und los geht’s…

Fünf Menschen machen sich auf die Reise.

Zunächst geht’s im Mietwagen nach München zum Flughafen. Dort steht auf jeder Brücke ein Blaulicht und manche Straße ist gesperrt. Trotzdem begegnet man direkt einem Konvoi von Schutzbedürftigen, arme bedrohte Menschen in dunklen dicken Autos, auf dem Weg zur Sicherheitskonferenz.

Routiniert geht’s durch den CheckIn, doch Spannung kommt auf beim Security Scan: Wird der Kartoffelsalat mit Bratwürsteln (5 Tupperdosen!) durchkommen? Er schafft es, war doch die Mayo getrennt verpackt, und danach bildet die Gruppe ein bestauntes  Lager vor der Emirates VIP Lounge – und futtert.

Draußen wartet schon der Airbus A380, zweistöckig, über 500 Plätze werden bald besessen. Man startet pünktlich, und angesichts der Größe des Fliegers erstaunlich sanft.

Die Stewardessen tragen Käppis mit einem Schleier dran, ähnlich einer offenen Gardine, sie schubsen keinen Saft, servieren aber passablen Rotwein, und ChickenCurry. Man hat hier schon mehr Platz als bei Ryanair, trotzdem ist dann an Schlaf nur zu denken, 6 Stunden lang.

Zwischenlandung in Dubai. Der restliche Kartoffelsalat darf völlig übernächtigt einreisen. Kurze Aufregung: Wechsel von Terminal 3 zu 2, bedeutet ne gute halbe Stunde Busfahrt, im Transit. In der Ferne eine Skyline samt Burj Khalifa, dem protzigen Riesenphallus. (weltweit HöchstHaus, 800m).

Im Wartesaal sitzt eine wilde Menschenmischung, der ganze arabische und vorderasiatische Raum wird von hier aus beliefert. Sehr karg-arme Somalierinnen betteln um unsere Tomaten, die ihnen dann nicht schmecken. Männer in zwei weiße Frotteetücher gewickelt: Pilger auf der Hadsch, kommen also heute aus Mekka, oder fahren hin. Sähe man den Unterschied? Ein Sportverein aus Tadschikistan, Ringer im Trainingsanzug. Ältere Frauen mit strassbesetzten beigen Kopftüchern, elegant würdevoll, alle gleich gekleidet, Herren mit alttestamentarischen Bärten, schönen Kaftans und feinen Käppies, andere tragen übergroße Muffinformen als Hut, gleich einem Heiligenschein.

Und drumherum ein großer protziger Dutyfree Shop, Schnaps, Parfum, Konfekt, Schmuck, Souvenirs.

Dubai lebt nicht mehr vom Öl, aber vom Tourismus, Handel, und trilichtige Gauner waschen hier ihr Geld. Oligarchie, Korruption, Bigotterie – da fliegt man doch gern weiter.

Der zweite Flug dauert viereinhalb Stunden, vergeht aber wie im Flug, wie auch sonst. Und ein Schläfchen gelingt endlich.

War Dubai am Vormittag noch angenehm warm, empfängt  Colombo sofort mit schwüler Hitze. Komplikation bei der Einreise: eine etwas falsche Passnummer steht im Visum, der Chief Immigration Officer lässt erst vor seinem Office warten, – und dann problemlos einreisen, ohne Schmiergeld.

Der Geldtausch ist kein Problem, und die TelefonLady ist sehr charmant, bald hat es hiesige ESimkarten, übrigens spottbillig.

Ein Taxi bringt nach Negombo, einem großen Vorort von Colombo. Eine kleine feine Unterkunft,

bald wird im kleinen Pool gedümpelt, dann zum Restaurant, die Fischplatte schmeckt fein, die Currys auch.

Der Service Mann ist total nett. Leicht berauscht noch zum dunklen Strand, die Füße ins Meer

– angekommen.

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Eckhard

    Danke für’s teilhaben lassen!! Und genießt die Hitze. Hier hat’s gestern Nacht kräftig geschneit – nochmal zurück in Kindheits- Gefühle 😃

  2. Anonym

    wann und wo und von wem genau wurde der völlig übernächtigte kartoffelsalat gegessen und mit was dazu? das spätere nachbargeräusch war wohlklang.

  3. hh

    ein l, i, k, e für die qintriga.

  4. Charlott

    Und ein like von mir für Alles.

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