Am Sonntagabend Pizza essen in Leonidio, ganz hervorragend. Der Ort wirkt modern, lebendig, mehrere Plätze voller Menschen, bestimmt ist es hier schön auch im späteren Herbst, wenn die Kletterer kommen…



Am Montag morgen verlassen wir L. und nehmen uns vor, wieder zu kommen. Der Markt im Ort hält weniger, als er in unsere Köpfe hineinversprochen hatte.
Das Auto fährt problemlos, keine Fehlermeldung, die Schaltung funktioniert, ein Telefonat mit DaimlerTruck in Nürnberg ergibt auch nichts neues, er kennt das Phänomen nicht und meint, ich soll weiterfahren. Mach mer.
Durch ein engeres Tal geht es hinauf, oberhalb hängt ein Kloster in der Felswand, das wir dann besuchen. Auf dem Vorplatz vier ObstGemüseÖlSeifeStände, die Frauen konkurrieren heftig um mich, indem sie mir verschiedene Parkplätze zuweisen, ich merke aber bald, daß sie nur mein Geld wollten.

Vom Kloster schöne SIcht ins Tal und über die kargen Berge. Eine Marktfrau wird die Erwählte, wir kaufen Öl, Nüsse, Kapern, Feigen… Sie kommt aus Leonidio und erzählt, daß in der Klettersaison viele Autos an den Strassen stehen, und die Wände also wohl voll hängen.



Über Molai, wo wir uns im Supermarkt mit Wasser und Bier eindecken, gehts zum Hafen und gleich auf die sauteure Fähre rüber nach Elafonissos.
Auf dem einzigen Campiungplatz dort treffen wir Uwe und Helga, sie sind schon länger dort, zusammen mit ihren langjährigen Freunden Blacky und Britta aus Essen/Mühlheim. Sie haben uns einen Platz neben sich reserviert. Abends sitzen wir zusammen und plaudern. Am nächsten Tag ist es sehr heiß hier, wir bewegen uns kaum aus dem Schatten, besuchen aber Uwe und Helga am Strand, die braten in der Sonne. Ich habe die Gelegenheit, Uwes StandUpPaddle zu probieren, kurz stehe ich sogar drauf, der ablandige Wind treibt mich fort und ich habe gut zu tun, wieder in Strandnähe zu kommen, im Sitzen übrigens und die längste Strecke rückwärts, weil ichs nicht schaffe zu wenden. Nah am Strand probiere ichs nochmal und tauche gleich ab. Nächstes Mal probiere ich das an einem See, am besten zugefroren.
Noch eine kleine Schadensepisode passiert hier: Beim Aufsperren des Womos bekommen ich einen heftigen Stromschlag, vermutlich vom Landstrom, griechische Installation… Erst vermute ich ja den Fehler beim Womo, aber es lag wohl ander Steckdose, jedenfalls trat es dann nicht mehr auf. Mal sehen, was sonst noch so kommt.
Abends radeln wir einmal um die Insel, was in einer Stunde geschehen ist, loggen den einzigen Geocache der Insel und treffen uns dann mit den Anderen im Hafen zum schönen und sehr leckeren gemeinsamen Abendessen.

Am späteren Abend gibts noch ein Fussballspiel, der BVB verliert in Paris mit 0:2 und spielt nicht gut. Schade.
Am nächsten Mittag verlassen wir die garnicht so einsame Insel, sie hat mir nicht so gut gefallen, auch weils noch zu heiß ist, der Strand ist schon toll, es geht weit flach hinein, weshalb das Wasser wunderschön türkis schimmert. Der CPlatz ist eng bestückt, einem Pferch gleich, kaum grün, eher ungemütlich. Auf der Fähre verabschieden wir uns von den Vieren, die weiter nach Westen wollen.