Ein Teil von Blankenese heißt Treppenviertel. Es gibt 58 Treppenanlagen mit 5000 Stufen.

Ein Anwohner erzählt von den Schwierigkeiten, eine neue Waschmaschine geliefert zu bekommen. Aber er meint auch, dass man hier fit bleibt, treppauf treppab. Hohe Bromberhecken schirmen die kleinen Gärten ab, erreichbare Früchte sind leider schon weg. Die Häuser sind übereinander gestapelt, als hätte mal jemand Tetris gespielt. Sie kommen groß daher und stehen auf Handtüchern.
Das älteste (Fischer)Haus Hamburgs ist mit Reet gedeckt, nun Seniorenbegegnungsstätte, es kommen aber nur wirklich fitte Alte herauf.

Es gibt hier aber auch heruntergekommene Alte Häuser, einige recht klein, manche stehen leer. Und Blankenese hat ein Ortszentrum, ganz oben, überraschend ältlich und blass, Sanitärfachgeschäfte und BrillenLäden.



Zwei schöne Parks hat es, der eine geht steil runter bis zum Elbufer.
Altona war 1937 die zweitgrößte Stadt in Preußen, nach Berlin, dann wurde es zwangsweise ein Stadtteil von Hamburg.
(Da hat Fürth ja noch mal Glück gehabt, oder etwa Pech?) Es gab/gibt jedenfalls Konkurrenzen. Und denen wurde ein Denkmal gesetzt:

Wir besuchen eine kleine feine Fotoausstellung im Museum Altona: „Hauptstraßen“.
Der Künstler ist durch unser Land gereist und hat überall eben Hs. abgebildet. Teils gruselig, teils komisch. (Erlangen kommt dabei nicht gut weg).

Auch im Museum eine Sammlung von Galionsfiguren, leider sind ein paar Fälschungen dabei, musste man zugegeben.

Altona ist schön, bunt und lebendig.
Mitten in der Stadt gibt es hier einen Hühnerhof mit echten lebenden Hühnern, am Zaun hängen Porträts der besten Legehennen, fürstlich eingerahmt.

Der Hof sollte vor ein paar Jahren abgerissen werden, weil feines Bauland, da gab es hier einen Aufstand, mit Erfolg.

Mottenburg heißt ein Viertel immer noch, im früheren Arbeiterviertel (Tabakdreher) gab es viel Tuberkulose = „Du kriegst die Motten“.
Das Wohn- und Mordhaus von Honka (=>“Der Goldene Handschuh“) steht in einer alten Straßenzeile mit besonderem, ganz flachen Pflaster, denkmalgeschützt.
Wie in Potsdam gibt es hier typische Wohnhäuser (Sahlhäuser) mit drei Eingangstüren nebeneinander, zwei für unten und eine für oben.

Viele Lastenräder, viele schöne Graffitis, eine alte Schiffsschraubenfabrik wurde zum Kulturzentrum mit Kino. Fatih Akin lebt hier iwo.


Am zentralen Platz eine alte Arbeiterkneipe mit herber Wirtin. Wir sitzen, gucken, staunen ob der Vielfalt, – Gentrifizierung allenthalben.



Wir lassen uns von geocaching und adventure labs leiten, kommen dadurch gut rum und zu besonderen Ecken.

Im Jenischpark besuchen wir das Barlachhaus (Reemtsma Stiftung).




Der Botanischer Garten der Uni Hamburg ist ein Hochlicht.

Er wurde von Loki Schmidt gefördert, sie wird hier sehr verehrt.

Eine PflanzenWeltreise:




Japanischer Zengarten, Anden, Wüste, Amazonas,

Hochgebirgswald, Apotheker-und Bauerngarten, Buddha Statuen, Mammutbäume,

Ginkgos, Bambus, Seerosenteiche, Mimosen beim tatsächlich „Hach, ich bin so empfindlich“ sein beobachtet,



immer wieder Bänke mit lesenden Menschen.
Zwei Stunden, die uns beglücken und verzaubern.

Abends sitzen wir dann am Elbufer mit Bierchen, und wetten, wann das von Weitem sichtbare Containerschiff (320m x 52m) uns passieren wird. (Jo gewinnt knapp)



Fernwehimpuls: Die Bilder vom Botanischen Garten sind schon sehr verlockend
Klasse!! Soviel unterschiedliche Eindrücke und aus-erster-Hand-Infos an einem Tag! Und tolle, illustrierende Fotos noch dazu!! „Da will („muss“) ich auch mal hin“ – entsteht in mir ….. Danke u. weiter so!!!
Eckhardo