Kuckuck

Der Balkan ist das Revier des Kuckucks. Überall und ständig ertönt sein Ruf.

Kuckuck , Kuckuck, rufts aus dem Wald.

„Der Reviergesang des Männchens ist der namensgebende Ruf „gu-kuh“, wobei die erste Silbe betont wird. Dieser Kuckucksruf ist weit zu hören und wird von einer hohen Warte von April bis in den Juli hinein vorgetragen“, so zu lesen auf Wikipedia. Das Weibchen kichert hach-hach-hach. Leider hört man das nicht. Sie wird wohl eher in sich hinein kichern.

Auf einem Baum ein Kuckuck saß, Simsalabimbambasaladusaladim.

Weil Jos Ahnen aus dem Bergischen Land stammen, ahnt er wofür der Kuckuck in dem Lied der Studenten aus dem Bergischen Land steht: für  Freiheit und Widerstand. Der Jäger verkörpert den Herrscher, der  Freiheitsgedanken beseitigen möchte. Doch die Wünsche nach Freiheit kommen immer wieder. Oder war es gar nur ein Trinklied? Wer das Silben- Kauderwelsch nicht korrekt raus brachte, musste einen heben?

Warum hat der junge Förstersmann den armen Kuckuck erschossen? Das Lied erklärt uns sein Motiv nicht. Der einzige Hinweis: jung. Es handelt sich um einen jungen Menschen. Unbedarft? Ungeduldig? Schnell genervt? Da kann das Gewehr schon mal rasch von der Schulter in die Hand rutschen. Bäng! Und Ruhe ist. Ruhe kann so erlösend sein. Vor allem, wenn sich einem der Gu-kuh Ruf als Ohrwurm ins Hirn frisst und es gerade erst dämmert, dann wünscht man sich den jungen Jägersmann herbei, oder wenigstens sein Gewehr, in die Wipfel ballern könnte man ja selbst. Ein schlechtes Gewissen bräuchte man nicht zu haben, denn, so verrät uns das alte Volkslied: als ein Jahr vergangen war, da war der Kuckuck wieder da.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. marlenedieberghutze

    Ich sehe, ihr seid im Philosophieren angekommen. Der Ohrwurm hier nun auch, dankeschön 🙂

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