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Strandtage in Castiglione della Pescaia

Eine schöne Fahrt oberhalb der Maremma Ebene, viele Kurven, schöne Ausblicke, Kastanienwälder. Dann Massa Marittima. Die Stadt kam zur Blüte, weil ein Bischof die sumpfige Malariaebene satt hatte und hier herauf floh.

Dom innen oben

Ein alter Dom, ein schöner asymmetrischer zentraler Platz davor, enge Gassen, hohe Stadtmauern, ganz oben ein trutziger Turm.

Bemalung des Brunnenhauses: Baum der Fruchtbarkeit
(genau hinschauen)

Wir loggen einige Geocaches, trinken Kaffee in einer lokalen Bar, freuen uns des weiten Blickes hier oben, bis zum Meer, silbrig glänzend.

Beim Cachen…
Blick bis zum Meer

Abends finden wir unten an einem Sportplatz unsere Ruhe, und holen uns leckere Pizze im kleinen Ort.

Anderntags gibt’s noch frisches Trink und Tankwasser, dann geht’s nach Castiglione della Pescaia. Ein hungriger und also großer Einkauf im Supermarkt, dann zum lang schon ausgesuchten Campingplatz.

Große Überraschung: Der Platz ist ausgebucht, also voll. Man will uns weiterschicken, mit der Botschaft: Die anderen Plätze hier seien schon geschlossen, absurd. Wir bitten den Platz hier zumindest anschauen zu dürfen, OK. Ein „Kollege“ gibt uns den Tipp, nach den Notplätzen zu fragen. Die sind etwas abseits bei den Parkplätzen und vor allem sonnig, jetzt im Herbst sind die schattigen regulären Stellplätze nicht attraktiv. Wir verhandeln und dürfen auf dem Notplatz bleiben, für eine Nacht. Da werden dann acht Nächte draus, so gut gefällt es uns, so sesshaft waren wir lange nicht.

The Baywatch Girl
Strandkunst

Lange Strandspaziergänge, bunte Sonnenuntergänge, leckere Speisengänge – es geht, man kann hier sein.

La Grande Bellezza

Eine Tour führt uns an den Rand der ursprünglichen feuchten Maremma: flach, sumpfig, unzugänglich, zwar voller Mücken, aber inzwischen ohne Malaria. Salzwiesen, kleine Seen und Kanäle. Das Gebiet schützt besondere Vögel, wir sehen Flamingos in leichtem Rosa.

The Birdwatch Boy

Wir freunden uns mit Nachbarn an, Annette und Rolf sind aus Ennepetal. Wir baden in ihrem heimatlichen Sprachsound. Und spielen Doppelkopf, sogar ohne Neunen!

Ombrone

Ein gemeinsamer Ausflug per Rad in den Nationalpark Maremma,  entlang der Hauptstraße bis zum Eingang des Naturschutzhauses mit alter Ölmühle. Wir ernten Kaki Früchte, essen sie sofort auf, sonnenwarm und süss im Mund, klebrig an den Fingern.

Die Rundfahrt durch den Park ist nur mit dem Rad möglich und kostet fünf Euro, die wir gerne zahlen.  Durch Pinienwälder, auf und ab, zu einem Traumstrand mit so klarem Wasser, voller Fische, herrlich.

Wir schwimmen, plaudern von Hölzken auf Stöcksten und spielen Frisbee. Ein Fuchs läuft vorbei, klaut sich Proviant von gerade Badenden und ist schnell wieder weg.

Bei der Rückfahrt sehen wir die riesigen weissen Maremmarinder, und Wildpferde. Zurück am Platz, nach 70 km, tut uns der Hintern weh, und der Rest ist glücklich.

Castiglione hat samstags Markt und täglich beste Eiscreme, wir schaffen den Status Stammgast in der Gelateria Paradise, sooo gut.

Im Nachhinein haben wir keine Ahnung, was wir eine ganze Woche dort gemacht haben, aber wir wollen es wieder tun.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Lorenz

    Danke für den Platz im Zuschauertransporter. Ich konnte förmlich den Schwefel riechen, der damals endlich von unserer Waschmaschine zuhause vernichtet wurde. Und das bald jährlich im Kampf gegen doofe Hautkrankheiten,. Und jene Blitzentscheidung am Nürnberger Kreuz im Herbst 2018, als ich Reiseführer für Frankreich eingepackt hatte. Nach zehn Minuten rollte der Bus nicht nach Westen, sondern Richtung Inntal, Bozen, Toskana, zu jenen Figuren, die auch Euch so magisch angezogen hatten. Schöne Erinnerungen. Danke

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