Auf dem Vulkan – zweiter Wandertag im Tal von Paul

Wir wollen den Krater sehen. Den Krater eines vor 3 Millionen Jahren erloschen Vulkans, in dem jetzt Landwirtschaft betrieben wird. Eine Tagestour führt uns erst mit dem Sammeltaxi unser Tal hinab ans Meer nach Cidade Pombas (klingt groß, ist klein)

Umsteigen nach Ribeira Grande (dito) (Ribeiras sind die zumeist trockenen Flußtâler).

Hier besteigen wir einen Taximinibus, genauso groß wie die Colletivos, aber nur für uns, er wird also anhalten, wann und wo wir wollen.

Wir haben Glück, unser Fahrer weiß, was Touris brauchen: Unsere Fahrt geht ca eine Stunde hoch hinauf. Wir fahren auf der ältesten Straße, die die Insel durchquert. Komplett gepflastert, die Großeltern unseres Fahrers haben daran mitgebaut. Die Straße führt zwischen zwei Tälern auf einem Bergrücken hoch. Immer wieder halten wir an, machen Fotos, der Fahrer zeigt uns und benennt, was hier wächst, zB Apfel- und Zitronenbäume.

An der spannendsten Stellen ist der Grat so schmal wie die Straße, und beidseits geht’s nahezu senkrecht bergab, ca. 700 m. Wir sind begeistert, der Blick geht weit über den Nordteil der Insel, wunderbare felsige braune Berge rundum, in den Tälern vereinzelte kleinste Orte, nach Norden eine durchgehende Bergkette.

Die Fahrt führt uns bis zum Rand eines alten Vulkankraters, kreisrund. Dort sitzen wir eine Weile im Schatten der Pinien, die dort oben in 1400 m Höhe, wachsen, voll mit dem Eindrücken dieser Berge.

Hier oben mutet die Landschaft wie daheim an, wären da nicht die Esel, die Erntegut von den Kraterfeldern herauf tragen.


Dann laufen wir am inneren Kraterrand entlang, halb um die kreisrunde Hochfläche herum. Eine Familie wohnt im Krater, wusste Jean. I don’t know why, because its a vulvano!

Der Kessel unten planeben und fruchtbar, Bohnen und Kohl. Wir steigen auf der anderen Seite wieder hinauf zum Kraterrand. Dort oben blicken wir nun in das Tal hinab, in dem wir wohnen (Paul).

Nach ausgiebiger Pause (mit leckerem Nudelsalat) beginnt ein extrem steiler Abstieg, gepflasterte Serpentinen bergab am Aussenrand des Vulkans. Zahllose Kehren, wir schwitzen hinunter, die Knie schmerzen, trotz der Wanderstöcke,

hin zu dem Ort, in dem wir vor zwei Tagen so lecker gegessen haben. Diesmal gibt’s in Lokal Kaffee und diese leckere hausgemachte Eiscreme, besonders das Zitroneneis ist einzigartig, und unerwartet hier.

Bald danach sind wir „daheim“, erschöpft und glücklich beenden wir die Rundtour.

Es gibt Reste zu Abend, und eine Runde Doppelkopf.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. charlottgreen

    Großartige Landschaft. Danke für die schönen Fotos. Fernweh.

  2. charlottgreen

    Gerne mehr so stimmungsvolle Berichte. Dauernd. Ständig.

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