Tara

Morgens klappert der Regen aufs Dach, reichlich. Da bleibt nur aussitzen oder ausliegen. Nach dem zweiten Kaffee dann doch getrotzt und joabgereist. Erst ein Großeinkauf im Ort. Dann die Fahrt hoch zum Sedlopass, auf schmaler Straße im immer noch fleißigen Regen, spannend bei gegenVerkehr. Schöne Sicht auf die Südseite des Durmitor. Fast schottisch mutet uns die Landschaft an, ein weites Tal, viel Nässe und schroffe Felsen.

Am Pass oben wenden wir, so geplant, wollten ja nur kucken, und eigentlich weiter Richtung Südosten.

Zunächst zur berühmten Tarabrücke, in den 1940 ern gebaut. Hier gibt’s viel Abenteuertourismus, sog. Events. Speziell sind die Ziplines über die Schlucht, auf Rollen am Drahtseil im Hängesitz, 30 Sekunden einmal rüber, Kosten 30€ pro Nase bzw Hintern, – wir verzichten. (Fürn 10er hätten wir’s gemacht)

Hier wird ein junger Soldat verehrt, der sich gegen seinen Kommandanten stellte, weil dieser aufgeben wollte. Patriotenkack

Dann eine ganz feine Fahrt oberhalb an der Tara, flussauf, durch die enge Schlucht, 25 km lang. Spannend auch, daß die Straße lt. Gugel gesperrt sein soll bzw nur mittags für zwei Stunden frei  befahrbar. Einige Tunnels, viele Kurven, kein Verkehr. Dann die Baustelle: wir umkurven mehrere aktive Bagger, werden durchgewunken auf lehmiger Straße, uff, große Umleitung gespart.

Bald danach weitet sich das Taratal, wir treffen auf eine fette Straße und kommen dann auch gleich zu einem sehr kleinen Campingplatz.

Es ist windig hier, bei blauem Himmel.

Wir werden freundlich empfangen mit Kaffee und Saft.

die Frau bekommt einen Handkuss, das finde ich  übertrieben, doch sie schwärmt vom Stil der Männer des Balkans, phh. Wir spazieren zur Tara und lassen ein paar Steine flippen.

Später gibt es gebackene Forelle, wieder untermaßig, dafür aber zwei pro Nase bzw Bäuchlein.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Edehigh

    Grandiosso!! Landschaften, Vegetation, maul- wässerig- machende Teller- Fotos ….. !! 😀👍🙏

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