Vom Campingplatz geduscht und rein weiter, aber gar nicht weit
Ein schöner Stellplatz ist bald erreicht. Zuvor eine kurvige Fahrt durch schönes Tal, feine Sicht.
Enge steile Zufahrt durch das Örtchen Thues.
Wir sind hier, um die Garanca Schlucht zu durchlaufen.
Donnergrummeln hält uns beim ersten Versuch ab, wir kehren um.
Düsterer Himmel.
So bummeln wir also nur herum, besichtigen den kleinen „Bahnhof“- es fährt ein gelber Zug auf schmaler Spur durchs Tal, mit Strom Versorgung über Schienen neben dem Gleis, wie bei der Ubahn, -scheint mir gefährlich.
Kanarienvogel nennen sie den Zug hier, er fährt mit offenen Aussichtswaggons, macht 1000 Höhenmeter.
Am späten Nachmittag machen wir uns dann doch noch auf, inzwischen gibt’s blauen Himmel.
Es geht steil bergauf, teils mit leichter Kletterei, und nach Ner halben Stunde donnerts wieder.
Diesmal lassen wir uns aber nicht vertreiben, wir gehen zügig weiter. Auch der dann einsetzende Sprühregen hält uns nicht mehr ab.
Mehr als eine Stunde geht es bergauf, immer wieder schöne Sicht Fluss auf und ab, unten rauscht der Wildbach.
Es geht wieder hinunter bis auf Flusshöhe, durch den Regen sind viele Tritte sehr rutschig geworden.
Wir überqueren eine schmale Brücke, der Weg ginge noch weiter bis zu einer Schutzhütte auf der Hochebene. Wir aber kehren um, finden den richtigen Weg auf der anderen Fussseite zurück. Dazu müssen wir dann noch mal den Fluss überqueren, diesmal auf eine schmalen und sehr sehr schwankenden Hängebrücke am Ende noch mit einer hohen Leiter.
Die Frau macht hier ihr HöhenangstDiplom, Teil 1.
Teil 2 folgt sogleich: der Weg führt durch eine Galerie, ist komplett in den Fels gehauen, rechts geht es steil runter, links ein Drahtseil zum festhalten, und oben stößt man sich den Kopf, wenn man nicht aufpasst. Der Weg ist breit genug, dennoch wäre jeder Fehltritt fatal.
Die Sicht ist fantastisch, der Weg führt uns zweieinhalb Kilometer hoch oben durch die Wand, am Ende sehen wir weit unten unseren Django stehen.
Es folgt ein serpentinenreicher Abstieg.
Erschöpft und stolz kommen wir an, wir haben uns nicht abschrecken lassen, gut so.









