Amatrice

Die Stadt mit dem wohlklingenden Namen liegt in den nördlichen Abruzzen, und sie lag in Trümmern, wurde 2016 völlig zerstört von einem Erdbeben.

Am Ortsanfang ist jetzt ein riesiges Hotel im Bau. Das Zentrum wurde völlig platt gemacht, mit einem Bauzaun umgeben, dahinter fließt Beton in neue Formen, mancher Bau endet schon mit dem Fundament, aus dem sich die Moniereisen rostig hochrecken, aber da kommt wohl nichts mehr.

Ein neuer kleiner Park mit Spielplatz, ohne Kinder, mit einer Gedenkstätte für die Opfer des Bebens, Fotos von Alten und Jungen, ganzen Familien.

Daneben eine neue Stadthalle, stattlich und befremdlich mit schöner Fassade.

Die Hauptstraße ist laut von vielen Baufahrzeuge, im einzigen Café des Ortes daddeln junge Männer, sie sprechen arabisch miteinander. (Herumlungern: nichts zu tun haben oder nichts tun wollen und sich irgendwo untätig aufhalten, wo man nicht willkommen ist)

Mitten im Chaos der Bautafeln, Plakate und Wegweiser versucht Amatrice, seine Würde zu retten, in dem es quasi offiziell das endgültige Rezept für das Nudelgericht veröffentlicht, dem es seinen Namen gab.

Den nötigen Speck (Guanciale = ein fettes Gedicht oder, um mit Bruce Willis zu sprechen: „Yippieheihoo Schweinebacke“) dazu kaufen wir im „Einkaufszentrum“ (aus Containern gebaut) am anderen Ortsende.

Eine Aufnahme von vor dem Erdbeben
Blick vom selben Standort aus in die zerstörte Altstadt
Gugel Ubersetzer

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