Die Aniscloschlucht will uns nicht

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Von Ainsa ging es weiter, sehr bald kam die erste Unterbrechung, Bauarbeiten, man tröstete uns mit „cinque minutos“, und nach fünf Minuten freute sich der Mann in Orange, er gab uns tatsächlich freie Fahrt, ich war innerlich schon bei „manana“
Wir hatten einen guten Plan für den Tag:
zum Camping von Puyarruego, und von dort dann mit dem Rad durch den unteren Teil der berühmten Aniscloschlucht, und an einem stop dann zu Fuß weiter in den oberen Teil der Schlucht. Mit dem Rad dann übern Berg zurück.
Schönes Vorhaben.
Leider ist die Schluchtstrasse aber komplett gesperrt.
Na gut, dann fahren wir halt mit dem Womo, und laufen dann rein.
Das beschert uns eine wunderbare Bergfahrt „obenrum“ auf engster Piste. Schöne Pause an geschlossenem Cafe, wir nutzen die feine Terrasse, eine einsame freundliche riesige Pyrenäenhündin lässt uns gewähren, wie immer will ich sie gleich mitnehmen…
Am Wanderparkplatz weiter unten macht uns dann aber eine resolute Strassenwächterin klar, daß die sichtbare Strassensperrung auch für Fussgänger gilt. Es gibt also keine Möglichkeit, in die/der Schlucht zu wandern. Sie meint, es sei sehr gefährlich, weil weiter unten mit großen Maschinen die Felswände bearbeitet werden.
Wir wollten ja wirklich laufen heute, aber man lässt uns nicht.
Also fahren wir weiter nach Torla im Ordesa Nationalpark.
Dort finden wir einen wunderbaren Campingplatz „Camping Rio Ara“. Wir stehen auf grüner Wiese, mit Blick auf höchste Berge im Norden. Der Rio rauscht unterhalb. Ganz fein. Der Platz ist gut geführt, der Chef zapft sehr ruhig ein feines Bier.
Abends noch runter zum Fluß und entlang, ein sehr kaltes Fußbad tut uns gut und macht Spaß.