Am nächsten Morgen treffen wir Gisela Schlüter und seine Frau wieder, oben an der Grenze, vor einem der Schnapsläden, in dem ich mich umschaute, ohne was zu kaufen!!!
Die Franzosen kommen rüber, weil manches in Spanien billiger ist.
Es geht den Portalet Pass runter und dann hoch zum Col de Aubisque. Der ist eigentlich für uns verboten, weil unser Fahrzeug mehr als 3,5 Tonnen wiegt.
Aber man sieht dem Fahrzeug wie den Insassen das Gewicht ja nicht an, drum trauen wir uns.
Die Fahrt hinauf ist einfach. Leider wird es immer wolkiger, und oben auf der Passhöhe stehen wir im Nebel. Wir überholen viele Radler*innen bergauf, teils älter als wir, eine ganze Seniorengruppe.
Respekt! Oben plaudern wir mit einem witzigen Mann, er bittet Daggi, ihm beim Anziehen der Windjacke zu helfen. Er spricht sehr gut Englisch, meint, daß seine Landsleute sich da schwer tun, das sei ein Fehler des Schulsystems.
Er erzählt, daß er gerade den Zauberberg von Mann gelesen habe, mit Genuss.
Dann singt er oh Tannenbaum auf Deutsch.
Auf meine Frage warum er keinen Helm trage, fragt er meine Frau, ob ich doof sei, und deutet auf sein Rad, – an dem Sein Helm hängt.
Hmmm.
Wir laufen ein Stück, Schafe im Nebel, bewacht von Hunden im Nebel, so groß wie Kälber im Nebel, na ja fast.
Am Straßenrand große Rennrad Kunst Skulpturen, der Col de Aubisque war schon 60 mal Teil der Tour de France.
Wir fahren weiter, jetzt kommt der illegale Teil, weil schmal und eng.
Bald gibt’s erstmal Käse zu kaufen, direkt an der Käserei, der Käse wird aus feuchten Tüchern gewickelt und ist sehr lecker. Pures Schaf.
Die kritische und Schlüssel Passage ist ca 1km mit zwei Tunnels am Berghang, in den Fels geschlagene Galerie, sowohl schmal als auch niedrig. Man kann aber evtl. Gegenverkehr weit vorher sehen, – wir kommen gut durch, uff.
Unten eine kleine Pause, dann geht’s den nächsten Pass rauf und wieder runter, überhaupt ist es der Tag der vielen und engen Kurven, und ich habe Spaß, das Auto hat viel Kraft und eine sehr gute weiche SchaltAutomatik. Und meine versierte Beifahrerin kuckt immer, ob die Kurven frei sind, die ich dann in ihrer Weite auskoste.
Ich meine die Straßenkurven.
In Arrens Marsaus gibt’s kein Brot, der Campingplatz hat zu und der Stellplatz ist teuer. Also noch hoch zum Lac du Tech. Dort erst auf Stellplatz, dann Umzug auf Parkplatz am See, weil der Nachbar mit seinem Feuerchen unser Auto räuchern wollte.
Ein AbendSpaziergang um den See und über die hohe Staumauer, etwas unheimlich dort.
Kaffee bei korsischen Wirt. Ich kaufe ihm auch zwei Pullen korsischen Kastanienbiers ab, das dann zwei Tage später ziemlich arg grauenhaft schmecken wird.





