gilt als eine der ältesten Städte des Abendlandes und liegt auf einer vorgelagerten FelsenInsel im Atlantik.

Wir campieren außerhalb in Puerto de Santa Maria (heißt so, weil Columbus von hier nach Amerika aufbrach, bei seiner zweiten Reise). Eigentlich soll es von hier eine Fähre nach Cadiz geben, aber weil diese heute nicht fährt und wir in keinen Bus steigen, radeln wir eben. 20 km, kein Problem. Erst durch Puerto, dann ein


Vogelschutzgebiet, dann stehen wir vor einer Schranke, die die Auffahrt zur großen Brücke nach Cadiz blockiert. Ist eine Autobahn Brücke, also vierspurig, und daneben noch unsere Straße, sie dient wohl als Ausweich- oder Rettungsspur? Oder ist defekt? Vielleicht fehlt ein Stück in der Mitte?
Egal, wir umgehen die Schranke und radeln hoch, stark bläst der Gegenwind, fein ist die Sicht, hoch die Spannung bei den Stahlseilen, und bei uns. Nebenan eine große Baustelle, die Frau schäkert mit den braungebrannten Jungs, aus sicherer Entfernung.

Jau, wir kommen drüber, die Straße gehört uns allein, nichts und niemand hält uns auf, außer der Schranke am anderen Ende, da entdecken wir dann auch das ausdrückliche Verbotsschild für unsereins, upps, zu spät.
Wir suchen ja gerne Geocaches, also versteckte „Schätze“. Eine spezielle Form davon sind die „Adventure labs“. Dabei wird man an einem Ort zu besonderen, meist historischen Stellen geführt, und muss dann dort am Handy kleine Fragen beantworten. Das lenkt die Aufmerksamkeit, oft auf das Besondere, Nebensächliche.

So cruisen wir die nächsten Stunden durch die Altstadt,

am Schluss werden wir 20 Rätsel gelöst haben,..

Wir sehen Kreuzfahrtschiffe am Hafen, Denkmäler, Kirchen, so viele wunderschöne Plätze,

Geburtshäuser (M.daFalla), enge Gassen, prachtvolle Einkaufsstraßen, ein Theater,


gentrifizierte Viertel, spielende Kinder, auffallend gewährende Eltern, Penner, aufgetakelte queere Jungs und Mädels (heute ist ESC Halbfinale!), ganze Straßenzüge Häuser mit tollen Fassaden: erkerartig und bodentief verglaste Balkons.


Empanadas und ein Bierchen zwischendurch. Ein Platz hat es uns besonders angetan, nicht sonderlich groß, stehen hier aber doch riesige alte Bäume: Dschungel der Großstadt mal anders.




Zuletzt stehen wir hoch über dem Meer auf der Stadtmauer, die Sonne hatte die Stadt in ein ganz besonderes Licht getaucht, sehr hell, klar, konturierend, nun geht sie unter, – nein die Erde dreht sich weiter.




In der Abenddämmerung radeln wir zurück, am Hafen viele slawische Seeleute, die sich von ihren Abenteuern berichten…

Es geht wieder über die verbotene Brücke, diesmal mit Rückenwind, ohne Schwierigkeiten, im Vogelschutzgebiet quaken die Frösche jetzt ungefährdet.
Puerto de Santa Maria ist noch wach, zwei Gassen sind das Feierviertel, gute Stimmung, junge Menschen, fast alle Tische besetzt, es wurde fein gespachtelt, die Teller leer, die Küchen geschlossen. Aber ein freundlicher Kellner besorgt uns noch zwei Helle und einen Berg Bratkartoffeln. Das passt.


Gracias por su relato de viaje y las fotos geniales! 😊😉
Ey, wann kommt endlich der nächste Eintrag? Wir warten….