Gythio 1

Leider kann ich die Reihenfolge der Blogbeiträge nicht verändern, deshalb erscheint hier manchmal das Anderen nach dem Eins.

Aus den kühlen Bergen ging es ans warme Meer zurück, bei Gythio, auf den mehrfach empfohlenen Camping Meltemi. Wir bekommen den letzten möglichen Platz für Fahrzeuge unserer Größe. Schwer einzuparken, direkt gegenüber dem Eingang zum Waschhaus, wo es oft zu großem mehrsprachigem Palaver zur Bedienung der Waschmaschine kommt – P. ist übrigens ein schönes Wort mit interessanter Geschichte:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Palaver#:~:text=Das%20Wort%20Palaver%20kam%20aus,Parabel%20und%20Parole).

Neben dem Waschhaus ist die großzügige Entsorgungsstelle für Wohnmobile, hier dürfen alle Dickschiffe, Camper, Vans und Joghurtbecher (so nennen die stolzen Besitzer umgebauter alter Feuerwehrautos mit 18l Verbrauch unsereines Womo) hemmungslos unter sich lassen. Das führt zu viel Traffic vor unserer Haustür und – nur in Nuancen unterschiedlichem – Gestank. (Am nächsten Morgen ziehen wir um nach nebenan, hilft aber nicht wirklich)

Eine Radtour ins Hinterland half hingegen sehr. Erst noch auf breiter Straße mit Gegenwind, bald aber auf kleinsten ruhigen Sträßchen (frisch geteert) und Wegen ging es durch wunderbare Landschaft, Olivenhaine, karge felsige Hänge, schönes Abendlicht.

Wir entwickeln Strategien zum Umgang mit Hunden, die uns laut bellend begegnen: Schneller sein – ganz langsam sein und gut zureden – stehen bleiben und zurück brüllen – cool ignorieren und dabei von Pfefferspray träumen. Gebissen wurde niemand, auch kein Hund.

Zurück am Platz noch schnell ins Meer, der Strand hier ist toll, feinsandig und sauber, und das Wasser warm und klar.

Abendessen in Takis Taverne (= Kult). Takis trägt ein T-Shirt mit dem Aufdruck LIEBLINGSWIRT. Er hat’s drauf, jedem seiner StammGäste das Gefühl von „ganz persönlicher Favorit“ zu geben, mit Trauer am letzten Abend. Daheim erzählt man dann von tiefer Freundschaft, – und Takis steht im Müller. WinWin heißt das heute.  –  Das Essen war OK.

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