Zurück im Hotel wartet unser Gepäck, und der Fahrer von gestern. Er hat auch in Kandy genächtigt, um uns heute weiter fahren zu können.
Es geht zunächst zu einem verrückten Aussichtsturm in der Nähe, oben aufm Berg.
Um dorthin zu gelangen, müssen wir bald umsteigen in Tuktuks, die Straße ist zu steil für Vans.

Der Turm hat eine breite Basis und läuft spitz zu. Die Treppe hinauf wird immer schmaler und am Ende zu schmal für einen weißen alten Mann.
Die Aussicht ist wunderbar, Berge rundum, Wolken quellen darüber hinab.
Im Regen und im Tuktuk wieder hinab, zum Glück halten die Bremsen gut in den engen Kurven.

Die nächsten zweieinhalb Van-Stunden geht’s dann durchs Hochland, viele Kurven, viel Verkehr, viele Teeplantagen, und immer mehr Regen.
Als Beifahrer ist man gut beschäftigt, dem Fahrer die schnell beschlagende Scheibe zu trocknen.
Wir sehen die Folgen der Überschwemmungen, die das ganze Hochland Ende Dezember erwischt hat. Erodierte Hänge, Felsen am Straßenrand, ausgewaschene Flussläufe, abgestürzte Häuser. Das wirkt auch deshalb so eindringlich, weil wir ja im Moment durch strömenden Regen fahren, den aber hält unser Driver für normal, naja. Er will uns zu einer Teefabrik locken, doch wir wollen nur noch ankommen. Es dämmert, als wir in Nuwara Eliya ankommen. Die paar Schritte zum Eingang reichen, uns völlig zu fluten, durchnässt beziehen wir unsere Zimmer. Unseres macht dem Hotelnamen alle Ehre, oben unterm Dach, das Bett erhöht wie ein Thron, mit bester Sicht auf das Sauwetter. Bald gibt es üppiges Abendessen im nahezu britischen Wohnzimmer mit offenem Kamin. Und wiedermal sind wir schnell im Bett. Das übrigens hat eine strombeheizte Unterlage, sehr angenehm das. Der Ort liegt schließlich auf 2000 m Höhe, entsprechend kühl ist es hier plötzlich.
Leider fällt am nächsten Morgen die Señora aus, mit MagenDarm.
So macht sich die Herde dezimiert zu einem Stadtbummel auf.

Nuwara Eliya wurde von den britischen Besatzern gegründet, im 19 Jhd, als Erholungsort für die Kolonialbeamten. Und so gibt es immer noch einen kleinen Ortsteil „Little England“ mit entsprechenden alten Häusern. Auch das alte Postamt hat überlebt, dort gibt es Postkarten und tatsächlich auch Briefmarken, sehr schöne.
Im Ayurveda Cafe werden die Karten beschriftet, alle gleich:
Ananas- Bananenstaude- Ceylon- Dünnpfiff- Eisenbahn- Fischcurry- Gastfreundschaft- Hunde- Insel- Juckeln- Kardamom- Lotus- Mango- Neugierde- Ortswechsel- Pfau- Qwixx- Reisfelder- SriLanka- TukTuk- Urwald- Vielfalt- WilsonderElefant- X…uddha- Yoga- Zimt- Äffchen- Örtchen- Übergewicht
Gegen Abend wagt die Señora, sich vom Klo zu entfernen, ein kleiner Spaziergang springt dabei raus.


Ein kurzer Abend, wir müssen morgen früh raus…
Danke für den anschaulichen Regen- Reiseberichte! Dieser (einschränkende) Spitzturm sieht ja aus, wie ‚aus Blech gefaltet‘ – Guru- Riese?
Eure Videos fördern eine gaaaanz entfernte Teil- Teilnahme🙂 Die Frisur des Affen auf eurem Balkon gefällt mir sehr gut!! Sollte ich …..?! 🤔 Weiter gute Zeit u. Begegnungen!! 🙏
Ich riech den Regen. / Wenn man in Sri Lanka das Klo verlässt, springt ein Spaziergang raus? Ich tät sitzenbleiben, denn niemand weiß, was der vorhat.
😂😂😂
Dies ist ein Bekennerschreiben zum albern – doofen Kommentar. Aber irgendwie müssen wir unsere Spannungen ja abbauen, wenn wir immer daheim bleiben müssen.
Danke für genaues Lesen.
Hab sehr gelacht.