Schwarzer Sand blaues Meer vielbraune Felsen

Ein Spaziergang am Strand entlang. Der letzte Teil der Straße hierher führt über diesen Stand, die ca 40km vorher, von Porto Novo sind gepflastert mit schwarzem Basalt, harte Handarbeit. Der Strand ist schwarz, vulkanisch eben, und glitzert. Man bekommt heiße Füße, flüchtet sich schnell in die Badeschlappen oder läuft durchs Wasser. Das wiederum ist angenehm warm. Am ersten Abend große Freude beim Schwimmen, aber Mühe, den Pool zu verlassen, starke Brandung, nach jeder aufgeschlagenen Welle ein kräftiger Sog landab. Die ersten beiden Tage waren Luft und Wasser trübe von Sahara Staub, der ja auch unsere Anreise verzögerte, angeblich wg. schlechter Sicht, vermutlich eher wg. der Gefahr von Lagerschäden an den Triebwerken samt Ausfall und Absturz.

Inzwischen ist der Staub verweht, Himmel und Meer streiten, wer das schönere Blau trägt.

Direkt nach dem Strand eine hohe felsige Wand. Weicher bröckeliger junger Stein, viele Schichten, viele Brautöne, abweisend karg und zugleich aufregend unruhig strukturiert. Grünes Gebüsch ohne Ansprüche nur unten am Sandfuß der Wand.

Geht man an der nach landein gebogenen Felswand vorbei, so wirft sie einem vielfach verstärkt das Rauschen der Brandung zu. Das Meeresrauschen erzählt uns von lebendiger Kraft und Unruhe, die Wand weist diese von sich, wohl wissend, daß das Meer stärker ist und sie nach und nach holen wird.

Weiter vorn ein kleines Kap, mit riffartigem flachem Gestein, immer wieder überspült, Becken mit warmem Wasser, kleine Schnecken darin. Ein Loch im Plateau erlaubt den Blick hinab in die anbrandenden Wellen, manchmal schießt die Gischt durch den Kessel hinauf.

Beim Blick hinaus plötzlich ein „da schwimmt doch was“, durchs Fernglas wird tatsächlich eine Meeresschildkröte sichtbar. Ganz zauberhaft reckt sie ihren zierlichen kleinen Kopf und Hals aus dem Wasser, um Luft zu nippen, welch ein Gegensatz zum mächtigen gepanzerten Leib. Große Freude und auch Rührung über ein Geschenk.

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